Beschreibung

Ort:   Oberndorfer Straße
Wann:  
Freitag, 10. April 2026
Dauer:  
18:30 – 22:00 Uhr
Teilnehmer: 
74 FF Mitglieder – UA St. Leonhard am Forst 
Übungsleitung:   
HBI Michael Schrattmaier, OBI Bernhard Leichtfried

Weitere Fotos und Informationen gibt es auf der Seite der FF BRUNNWIESEN!

UNTERABSCHNITTSÜBUNG - EINSATZVIELFALT

„Vielfalt im Feuerwehreinsatz“ – unter diesem Motto wurde seitens der FF Ruprechtshofen eine abwechslungsreiche und wirklich herausfordernde Übung im leerstehenden Haus in der Oberndorfer Straße vorbereitet.
Atemschutz, Menschenrettung, Innenangriff, Tierbergung, Belastungsstation und vieles mehr!

Zum Unterabschnitt St. Leohard gehören die Feuerwehren Brunnwiesen, Diesendorf, Ruprechtshofen und St. Leonhard am Forst.

Detailbericht

Von allen 4 Feuerwehren werden regelmäßig derartige „Großübungen“ durchgeführt, um das Zusammenspiel der einzelnen Wehren zu fördern und um sich gegenseitig besser kennzulernen!

Entsprechend der Alarmierung der vier Feuerwehren und der realistischen Anfahrtzeit, wurde die gesamte Übung mit jedem eintreffenden Fahrzeug und wachsender Anzahl der Teilnehmer interessanter, da für möglichst alle Feuerwehrmitglieder diverse Stationen mit verschiedenen Aufgabestellungen vorbereitet waren.
Bei derartigen Übungen ist es eine große Herausforderung für die veranstaltende Wehr, die Aufgaben so realtätsnah als möglich zu gestalten und auch die Abläufe entsprechend der Gesamtstärke zu steuern.

Das Erdgeschoß, mit den angrenzenden Räumlichkeiten im hinteren Bereich, den ehemaligen Garagen und Nebenräumen, war  als wesentlicher Teil  in die Unterabschnittsübung eingebunden.
Gleich nach dem Eingangsbereich wurde in einem Raum ein Ofen geheizt und damit große Hitze erzeugt, die oft bei einem Brandeinsatz ebenso von den Trupps zu bewältigen ist.
In einem, gleich anschließenden Raum, mussten die Atemschutzgeräteträger einen schweren Traktorreifen bei hohen Temperaturen, mit viel Kraft und Anstrengung über mehrere Meter bewegen. 
Weitere Räumen wurde mit Nebelgeräten die Sicht eingeschränkt, um bestmöglich ein Brandeinsatzszenario darzustellen.
Anschließend ging es für die Trupps zu den weiteren Aufgaben im Keller oder das Obergeschoß.

Im Keller des leer stehenden Gebäudes galt es, mit schwerem Atemschutz vorzudringen, eine verletzte Person ausfindig zu machen und aus dem Gefahrenbereich zu retten.
Die verschiedenen Trupps mussten die Person durch ein enges Stiegenhaus in das Erdgeschoß bringen, um sie an weitere Rettungskräfte zu übergeben.

 

Auch das Obergeschoß und der Dachboden waren durch mehrere Übungsszenarien eingebunden und hier galt es sowohl von außen als auch von innen verschiedene Menschenrettungen durchzuführen.
Es wurden zum Beispiel Verletzte durch ein Fenster ins Freie gebracht und über eine Anlegeleiter mittels einer Korbschleiftrage abgeseilt.
Eine besondere Aufgabe bestand darin, sich durch eine zugemauerte Tür Zutritt zu verletzten Personen zu verschaffen. Hierbei musste möglichst schnell eine Öffnung ermöglicht werden.
Diese Aufgabe erwies sich als sehr kräfteraubend und die Atemluftvorräte mussten gut eingeteilt werden.

 

Eine Tierbergung im Außenbereich des Gebäudes war auch Teil der Übung. Die Übungsannahme war, daß vom benachbarten Schlachthof Teufl ein Schwein entkommen war und im nicht genutzten Pool gestützt und schlussendliche verendet ist. Natürlich musste dieses Opfer aus dem leeren Swimmingpool geborgen werden.

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Auf dem Parkplatz vor der Kirche war der Atemschutzsammelplatz mit dem Atemluftkompressor des Abschnittes Mank stationiert. Hier wurden die leeren Atemluftflaschen der einzelnen Feuerwehren wieder befüllt.

Derartige Übungen sind ein wichtiger Ausbildungsschwerpunkt, bei dem die jüngeren Feuerwehrmitglieder sehr vielfältige Aufgaben gestellt bekommen. Manche Aufgaben können alleine nicht gemeistert werden. Umso wichtiger ist es, sich innerhalb der Trupps, der Gruppen und übergreifend auch innerhalb der verschiedenen Feuerwehren kennenzulernen und gemeinsame Ziele zu verfolgen!

Diese Unterabschnittsübung war eine gelungene Herausforderung für die Übungsteilnehmer, die sich auch bei der abschließenden Übungsbesprechung im Gerätehausr positiv äußerten. Natürlich wurde noch einige Zeit gemütlich gegessen,  geplaudert und das eine oder andere Thema erörtert.

In den nächsten Wochen folgen im Rahmen der laufenden  Ausbildung wieder interessante und herausfordernde Übungen.
Den aktuellen Übungsplan findet ihr HIER!

Bericht und Fotos: FF Ruprechtshofen